Fehlzeitenregelung

Grundsätzliches

  1. Der Besuch der Berufsfachschule – Sozialpädagogik -, der Berufsfachschule - Sozialassistent/-in - und der Fachschule - Sozialpädagogik - gilt als Berufsausbildung. In der Ihnen bekannten Hausordnung finden Sie entsprechende Regeln.
  2. Das Fernbleiben vom Unterricht an ganzen Unterrichtstagen oder auch stundenweise ist nur in besonderen Fällen zulässig; generell besteht Schulpflicht.
  3. Jedes Fernbleiben vom Unterricht muss schriftlich (Entschuldigung) begründet werden und im Sekretariat der Schule fristgerecht (innerhalb von drei Werktagen) vorgelegt werden.
  4. Jede Schülerin/jeder Schüler ist verpflichtet, die Schule (Sekretariat) spätestens am dritten Fehltag über das Fernbleiben vom Unterricht zu informieren. Bei Erkrankungen bis zu zwei Tagen ist es möglich, eine schriftliche Entschuldigung in der Schule abzugeben. Ab dem dritten Fehltag gilt bei Erkrankung nur ein ärztliches Attest als Entschuldigung. An Tagen, an denen ein angekündigter schriftlicher oder mündlicher Leistungsnachweis zu erbringen ist, gilt bei Krankheit nur ein ärztliches Attest als Entschuldigung (s. auch entschuldigtes Fehlen). Nicht fristgerecht eingereichte Entschuldigungen werden nicht anerkannt; diese Tage gelten dann als unentschuldigt (s. auch unentschuldigtes Fehlen). Verspätungen einer Schülerin/eines Schülers bis zu 30 Minuten bedürfen nicht der schriftlichen Entschuldigung, sofern dies nicht regelmäßig (in bestimmten Fächern) geschieht. Bei minderjährigen Schülerinnen und Schülern muss die Entschuldigung durch die Personen-berechtigten erfolgen.
  5. Jeder Schüler/jede Schülerin kann eine Liste über die persönlichen Fehlzeiten führen. Diese Liste ist beim Klassenlehrer und im Internet erhältlich.
  6. Überschreiten die von einer Schülerin/einem Schüler zu verantwortenden Fehlzeiten im laufenden Schuljahr bestimmte Grenzen, so verhängt die Schulleitung, ggf. in Zusammenarbeit mit der Lehrerkonferenz, bestimmte Ordnungsmaßnahmen. Bitte beachten Sie: Fehlstunden summieren sich zu Fehltagen.
  7. Vereinbarungen, die ein regelmäßiges vorzeitiges Verlassen des Unterrichts oder ein regelmäßiges späteres Kommen in den Unterricht betreffen, bedürfen der Genehmigung durch die Schulleitung und müssen schriftlich im Sekretariat hinterlegt werden.
  8. Wird durch Krankheit ein angekündigter Leistungsnachweis versäumt, darf dieser nur dann nachgeholt werden, wenn ein ärztliches Attest fristgerecht vorgelegt wird. Dieses ist  spätestens am 3. Werktag der Schule vorzulegen bzw. zuzuschicken (dies gilt auch in den Ferien). Die Schüler/innen müssen nach ihrer Fehlzeit den Lehrkräften, bei denen schriftliche Leistungsnachweise versäumt wurden, unverzüglich mitteilen, dass sie wieder anwesend sind.  Diese Leistungsnachweise werden dann laut Nachschreiberegelung in Absprache mit der zuständigen Lehrkraft an einem festgelegten Termin nachgeschrieben. Wird dieser Termin nicht wahrgenommen und es wird kein ärztliches Attest für den versäumten Termin vorgelegt, erfolgt die Leistungsbewertung mit „ungenügend“.
  9. Wurde ein angekündigter Leistungsnachweis durch unentschuldigtes Fehlen versäumt, hat die Lehrkraft dieses Versäumnis mit der Note „ungenügend“ zu bewerten.
  10. Nimmt ein Schüler einen schriftlichen Leistungsnachweis in Empfang, erklärt er sich damit als gesundheitlich in der Lage, diesen mitzuschreiben.

 

Entschuldigtes und unentschuldigtes Fehlen

  1. als entschuldigtes Fehlen gelten:
    • bei Krankheit, die höchstens an zwei aufeinanderfolgenden Schultagen zum Fernbleiben vom Unterricht führt, die Vorlage einer schriftlichen Entschuldigung – sofern keine anderen Auflagen durch die Schulleitung gelten.
    • bei mehr als zweitätigem, krankheitsbedingtem Fernbleiben vom Unterricht die Vor-lage eines ärztlichen Attestes spätestens am dritten Tag der Krankheit.
    • die Teilnahme an Familienfeiern, sofern diese üblicherweise im Arbeitsleben anerkannt werden, nach Rücksprache mit der Schulleitung sowie vorheriger schriftlicher Information des Sekretariats der Schule.
    • die Wahrnehmung wichtiger Termine, z. B. Gerichtstermine, wichtige unaufschiebbare Untersuchungen etc. sofern diese üblicherweise im Arbeitsleben anerkannt werden, bei vorheriger schriftlicher Information des Sekretariats der Schule.
    • die Freistellung vom Unterricht, wenn die Schülerin/der Schüler einen entsprechenden schriftlichen Antrag gestellt hat und dieser von der Schulleitung bzw. von der Lehrerkonferenz genehmigt wurde
    • bei Verspätungen die Vorlage entsprechender Bescheinigungen, z. B. ärztliche Atteste etc. oder die spätestens einen Tag vorher eingereichte schriftliche Mitteilung an das Sekretariat der Schule.
  1. als unentschuldigtes Fehlen gelten:
    • das Fernbleiben vom Unterricht an ganzen Tagen oder stundenweise, wenn keine schriftlichen Entschuldigungen vorab eingereicht wurden.
    • das Fernbleiben vom Unterricht an ganzen Tagen oder stundenweise, wenn die schriftlichen Entschuldigungen nicht fristgerecht nachgereicht wurden.
    • Mitteilungen über das Fernbleiben vom Unterricht, die von Mitschülern oder anderen Dritten gegeben werden.
    • die lediglich mündlichen Informationen an Lehrkräfte über das geplante Fernbleiben vom Unterricht.

 

Konsequenzen bei häufigem Fehlen

  1. Ergeben sich mehr als ca. 15 % Fehlzeiten in einzelnen oder mehreren Fächern, so ist unter Umständen die Beurteilung einer Schülerin/eines Schülers nicht mehr möglich und kann die Note „ungenügend“ zur Folge haben. In diesem Fall ist zu prüfen, ob die Fehlzeiten von der Schülerin/dem Schüler zu vertreten sind, z. B. Verspätungen, frühes Nachhausegehen etc., oder ob diese Fehlzeiten durch eine lange Krankheit o. ä. entstanden sind.
  2. Bei häufigem unentschuldigtem, aber auch selbst entschuldigtem Fehlen ist zu prüfen, inwieweit begründete Zweifel bestehen, z. B. bei vorzeitigem Verlassen des Unterrichts wegen Arztterminen, Übelkeit etc. und inwieweit dies bestimmte Unterrichtsfächer betrifft. Dies gilt auch für Zwei-Tage-Krankheiten (in der Regel ohne ärztliches Attest) und Krankheiten an bestimmten Unterrichtstagen oder zu bestimmten Terminen (Klausuren, Referate usw.).
  3. Häufiges entschuldigtes Fehlen kann dazu führen, dass bei Überschreiten bestimmter Grenzwerte durch beispielsweise vorzeitiges Verlassen des Unterrichts wegen wichtiger Termine oder häufiges Zuspätkommen Auflagen von der Schulleitung erteilt werden.
  4. Unentschuldigtes Fehlen wird nicht akzeptiert. Spätestens nach dem dritten unentschuldigten Fehlen kann eine Ermahnung ausgesprochen (schriftlich) werden.
  5. Auflagen können zeitlich begrenzt werden bzw. für die Dauer der gesamten Ausbildung gelten und bedürfen der Schriftform. Die außerordentliche Aufhebung von Auflagen erfolgt schriftlich.
  6. Die Sozialpädagogikschule Nienburg ist verpflichtet, den Leistungsträgern von Schülerinnen/Schülern unaufgefordert Meldung über die regelmäßige Teilnahme am Unterricht zu erstatten. Konsequenzen, die sich aus Fehlzeiten beim Unterricht ergeben, sind von den Schülerinnen/Schülern zu verantworten und nicht von der Sozialpädagogikschule Nienburg.

Stand: 07.2015