Sophie Lassak

In der 12. Klasse des Gymnasiums merkte ich relativ schnell, dass ich mich berufen fühlte, meinen Werdegang frühzeitig in eine bestimmte Richtung zu lenken. Mein Bauchgefühl führte mich in den sozialen Bereich, denn die Arbeit mit Kindern bereitete mir schon immer Freude. Eine gute Ausbildung bekam ich in der Sozialpädagogikschule in Nienburg. Besonders gefiel mir, dass die Schule nicht allzu groß ist und eine familiäre Atmosphäre herrscht.

In der 2-jährigen Ausbildung zur Sozialassistentin war die Zielgruppe bekannt und ich absolvierte ein Praktikum im Kindergarten und in der Krippe. In diesen beiden Bereichen habe ich tolle Erfahrungen sammeln können. Besonders glücklich schätzen durfte ich mich über die Tatsache, dass mich einige Familien über die Ausbildung hinweg begleiteten und es zum Teil immer noch tun. Als „Babysitterin“ passte ich oft auf Kinder auf, die ich im Praktikum im Kindergarten oder in der Krippe kennengelernt habe. Die Kinder in der Entwicklung zu beobachten und zu begleiten, faszinierte mich und bereitete mir sehr viel Freude.

Nach Beendigung dieser Ausbildung stand die 2-jährige Ausbildung zur Erzieherin an. Über die große Bandbreite der Zielgruppen war ich mir vorab nicht im Klaren. Bei der Arbeit mit Jugendlichen fiel mir anfangs nur die Betreuung im Hort ein. Jedoch erfuhr ich im Austausch mit SchülerInnen und LehrerInnen das Ausmaß an Möglichkeiten. So absolvierte ich ein Praktikum in einem Mutter-Kind-Heim und in einer Schule für geistig beeinträchtigte Kinder und Jugendliche. Auch wenn diese Praktika mit einem hohen Arbeitsaufwand und nervenaufreibenden Prüfungen verbunden waren, so versuchten die betreuenden Lehrkräfte stets, mir den Druck zu nehmen und spendeten Trost, als ich vor Aufregung die eine oder andere Träne vergoss.

An der Schule schätzte ich besonders, dass die Lehrer nicht nur bei schulischen Fragen ein offenes Ohr hatten, sondern auch bei privaten Anliegen stets Interesse zeigten und mir beratend zur Seite standen. Die Erfahrungen, die ich in der Ausbildung sammeln durfte, bereiteten mich immer mehr auf die Arbeit in diesem Beruf vor und ließen mich auch in meiner Persönlichkeit wachsen und reifen.

Sophie Lassak, Fachschule Sozialpädagogik Abschlussjahrgang 2013/2014

Sonja Nordloh

Mit 44 Jahren habe ich hier an der Schule die Ausbildung begonnen. Nun bin ich „staatlich anerkannte Erzieherin“. Ich habe nicht einen Tag meiner Ausbildung hier an der Schule bereut oder als verschwendet angesehen, denn auch an den Tagen, an denen ich nicht viel neues in der Theorie gelernt habe, konnte ich meine zwischenmenschlichen und sozialen Kontakte zu den anderen Mitschüler/innen pflegen, erweitern und ausbauen. Das war für mich mit den größtenteils viel jüngeren Mitschüler/innen ein wichtiger und spannender Prozess, wobei ich sagen muss, dass dies nicht immer leicht war. Aber auch hierbei sowie während der gesamten Ausbildung und egal mit welchem Anliegen, standen die Lehrkräfte immer als Ansprechpartner zur Verfügung. Ebenso verhielt es sich mit der Schulleitung. Probleme, Sorgen oder Fragen, so hatte ich den Eindruck, waren nie unerwünscht. Vielen Dank ! Ich bin mit dieser Schule und der Ausbildung sehr zufrieden.

Sonja Nordloh, Fachschule Sozialpädagogik Abschlussjahrgang 2013/2014